Um Auskunft darüber zu bekommen, ob eine Währung über- oder unterbewertet ist, wird oftmals der Preis eines Big Macs in den USA mit dem Preis des gleichen Produktes in anderen Ländern verglichen. Der Big-Mac-Index vergleicht die Preise eines Big Macs in verschiedenen Ländern, indem die nationalen Preise in heimischer Währung zum aktuellen US-Dollar-Kurs umgerechnet und somit vergleichbar gemacht werden. Anschließend lässt sich theoretisch anhand des jeweiligen Preisunterschiedes eine Über- oder Unterbewertung ausmachen.

Beispiel:
Der Big Mac kostet in den USA $3,00, in der Schweiz kostet er umgerechnet zum tatsächlichen Wechselkurs jedoch $3,90. Nach dem Big-Mac-Index-Konzept ist der Schweizer Franken damit gegenüber dem US-Dollar um 30 % überbewertet.

Dabei handelt es sich jedoch um eine einfache Methode, um Währungen miteinander vergleichen zu wollen. Der Big Mac wird jedoch in allen Ländern, in denen er angeboten wird, mit der gleichen Qualität und Zusammensetzung produziert. Deshalb ist dieser Vergleich überhaupt erst möglich. Allerdings ist auch klar, dass in einem Schwellenland die Mietpreise für eine Fast Food-Kette sowie die Lohnkosten für die Mitarbeiter deutlich niedriger sind als beispielsweise in der Schweiz oder in Norwegen. Diese zusätzlichen Kosten sorgen folglich dafür, dass der Big Mac von vornherein in der Schweiz oder Norwegen teurer ist, was schließlich zu einer Verzerrung des Big Mac Index führt.