engl. Collateral Value

Möchte der Anleger Aktien kaufen, ohne dass er das nötige Geld dafür besitzt, kann er sich das Geld von seinem Broker ausleihen. Für den erhaltenen Kredit muss der Anleger jedoch sein Wertpapierdepot beleihen, also als Sicherheit hinterlegen. Nun hängt die Summe, die er als Kredit erhält, davon ab, welche Wertpapiere sich in seinem Depot bereits befinden. Anleihen können oftmals mit 80 Prozent ihres Wertes beliehen werden. Aktien mit 50 %. Dies hängt jedoch zusätzlich davon ab, um welche Anleihen bzw. Aktien es sich handelt. Festzuhalten ist somit, dass der Beleihungswert niemals dem aktuellen Marktwert entspricht, sondern immer unter diesem liegt.
Hat der Anleger nun Aktien für 1000 Euro im Depot, beträgt der Beleihungswert 500 Euro. Besitzt er zusätzlich Anleihen im Wert von 1000 Euro, so beträgt der Beleihungswert insgesamt 1300 Euro (800€ aus Anleihen + 500€ Euro aus Aktien). Für den Kredit in Höhe von 1300 Euro müssen natürlich Zinsen gezahlt werden, die von Broker zu Broker unterschiedlich sind.
Verlieren die Werte während der Beleihung so an Wert, dass der Kredit damit nicht mehr abgedeckt ist, muss der Anleger die Differenz ausgleichen, indem er neues Geld überweist. Geschieht dies nicht, können die Wertpapiere vom Broker verkauft werden.