engl. External Debts

Geld, das ein Staat oder ein Unternehmen ausländischen Geldgebern (Banken, private Personen, Institutionen) schuldet. Die Schuldlast sowie die fälligen Zinsen müssen in der Regel in der Währung zurückgezahlt werden, in der der jeweilige Kredit auch erhalten wurde. Eine Auslandsverschuldung in einer anderen Währung birgt Gefahren, denn bei einer Abwertung der heimischen Währung, nimmt die Schuldlast des Schuldners zu.

Zum Beispiel:
Ein deutsches Unternehmen erhält von einer amerikanischen Bank einen Kredit in US-Dollar. Falls nicht anders vereinbart, finden Rückzahlung des Kredites sowie Zinszahlungen auch in US-Dollar statt. Steht beispielsweise das Währungspaar Euro / US-Dollar bei Erhalt des Kredites bei 1:1, so hat eine Kreditsumme von 100.000 USD einen Euro-Wert von 100.000 Euro. Liegt der Wechselkurs am Tag der Rückzahlung jedoch bei Euro / US Dollar 0,80, so erhält der Kreditnehmer bei Umtausch der 100.000 Euro lediglich 80.000 US Dollar. Er schuldet der amerikanischen Bank jedoch 100.000 USD. Deshalb muss er 125.000 Euro aufbringen, um den Kredit zu tilgen, obwohl er damals nur einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro erhalten hat. Schuld daran ist die Entwicklung des Euro, der in der Zwischenzeit an Wert verloren hat.